Isolierverglasung / Wärmeschutz

- für mehr Licht und Wärme

Die Verwendung von wärmedämmender Isolierverglasung hilft nicht nur wertvolle Heizenergie zu sparen, sondern trägt auch entscheidend zur Steigerung des Wohnkomforts bei.

 

Die wärmedämmenden Eigenschaften von Mehrscheiben-Isolierglas sorgen dafür, dass die raumseitige Oberfläche warm bleibt. Dadurch entfallen die als unangenehm empfundenen Zugerscheinungen, die in der Nähe von kalten Oberflächen deutlich spürbar sind. Isolierverglasung sorgt so für ein behagliches Wohnklima auch in Fensternähe.
 

Gläser mit kleinem „U-Wert" lassen die Kälte draußen und halten die Wärme innen. Ein niedriger U-Wert ist somit die wichtigste Eigenschaft eines Isolierglases.
Der U-Wert gibt die Wärmemenge an, die durch ein Bauteil transportiert wird und ist desto besser, je geringer er ist.

 

Die maximale Wärmedämmung der Isolierverglasungen wird durch eine wärmedämmende, hauch­dünne Edelmetall­beschichtung, eine Edelgasfüllung im Scheibenzwischenraum und optimalen Scheibenabstand erreicht.

 

Besonders gute Wärmedämmung wird durch einen dreischeibigen Scheibenaufbau erzielt.

 

Die warme Kante, ein thermisch verbesserter Randverbund (Glas-Abstandhalter) aus Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit vermeidet Wärmebrücken im Randbereich und erhöht die Temperatur der raumseitigen Glaskante.

 

Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Kondensat im Übergang zwischen Glas und Rahmen auf ein Minimum reduziert.

 

Doch entstehen am Fenster nicht nur Wärmeverluste, denn Fenster nutzen die Sonne auch für Licht und Wärme. Die hochwertigen Glaseinsätze garantieren maximale Lichtdurchlässigkeit und solaren Zugewinn.

 

Stellt man die solaren Energiegewinne in Beziehung zu den Wärmeverlusten, so erhält man Werte zur Energiebilanz eines Fensters. Dies ist ganz besonders wichtig im Passivhausbau.

 

Die Entwicklung der Verglasung im Überblick

 

EINFACHVERGLASUNG

 

- Ug-Wert ca. 5,6 W/m²K

 

Je nach Außentemperatur kann die Temperatur auf die Innenoberfläche der Scheibe bis unter 0° C fallen Gefrierendes Tauwasser führt zu Eisblumen. Von Behaglichkeit im Raum kann hier noch keine Rede sein.

 

ZWEISCHEIBEN-ISOLIERVERGLASUNG

 

- Ug-Wert ca. 2,8 - 3,3 W/m²K.

- dämmende Luftschicht zwischen den Scheiben

- Aluminium-Randverbund

 

An sehr kalten Tagen kann die Temperatur der Innenoberfläche immer noch auf unter 8°C fallen, der Taupunkt wird dadurch unterschritten, es kommt zu Bildung von Kondensat. Zugerscheinungen durch die kalte Fensteroberfläche mindern die Behaglichkeit ganz beträchtlich.

 

ZWEISCHEIBEN-WÄRMESCHUTZ-VERGLASUNG

 

- Ug-Wert ca. 1,1 - 1,6 W/m²K

- Befüllung des Scheibenzwischenraumes mit Edelgas

- dünne, nicht sichtbare Metallbedampfung der raumseitigen Scheibe im Zwischenraum (Reflexion von Wärmestrahlung in den Raum)

- thermisch getrennter Randverbund „warme Kante“ aus Materialien mit geringer Wärmeleitfähigkeit

 

Bei strengem Frost sinkt die Temperatur der Innenoberfläche nicht mehr unter ca. 13°C. Die wärmere Innenoberfläche der Scheibe führt zu mehr Behaglichkeit im Raum. Ein leichter Kaltluftabfall am Fenster ist jedoch immer noch spürbar. Heizelemente unterhalb des Fensters fangen die kalte Luft und auf erwärmen sie. Eine räumlich gleichmäßigere Erwärmung der Luft ist die Folge.

 

DREISCHEIBEN-WÄRME­SCHUTZ-VERGLASUNG

 

- Ug-Werte ca. 0,5 - 0,8 W/m²K

- zwei hintereinanderliegende mit Krypton oder Argon gefüllte Scheibenzwischenräume

- Metallbedampfung auf zwei Scheibeninnenoberflächen

- sehr gut gedämmte Fensterrahmen

- thermisch getrennter Randverbund „warme Kante“

 

Auch bei ganz strengem Frost fällt die Temperatur der Innenoberfläche nicht unter 17°C. Dies bedeutet, dass eine kalte Strahlung am Fenster nicht mehr wahrnehmbar ist und somit für eine hohe Behaglichkeit im Raum gesorgt ist. Eine Anordnung der Heizelemente direkt unter dem Fenster ist nicht mehr notwendig.